Foto: © Merlin Janowsky

Merlin und die Magie der Musik

Zwischen täglichen Themen schaut uns ein verschmitztes Gesicht aus der Kultursektion des Weser Kuriers an: Es ist Merlin Janowsky, ein junger Songwriter, Producer und DJ aus Bremen. Für den Deutsche POP Absolventen fängt das neue Jahr gut an – gerade hat die Bremer Tageszeitung einen Artikel über ihn veröffentlicht, denn sein Remix eines 90er Kulthits geht steil auf die 1 Mio. Streams zu. Der erste eigene Song samt Musikvideo ist mittlerweile auch online. Was der 22-Jährige noch alles für 2021 geplant hat, verrät er uns in einem Interview.

„Fang JETZT an, Musik zu machen. Und nimm es ernst!“

Könnte Merlin Janowsky seinem jüngeren Ich gegenüberstehen, würde er genau diese Worte sagen. Denn auf seinem kreativen Pfad bereut er bloß, dass er ihn nicht früher beschritten hat. Für Musik hat sich Merlin schon immer interessiert – seit seinem 6. Lebensjahr spielt er Gitarre, danach folgte das Piano, seitdem hat er immer mal wieder an Remix-Wettbewerben teilgenommen. Seine Produktionen beschreibt der gebürtige Harpstedter als Dance und Elektropop. Unter dem Künstlernamen Merlin hat der junge Musiker im letzten Jahr nun einen Remix des 90er Hits „All That She Wants“ von Ace of Base veröffentlicht. Merlin scheint den Dreh als DJ raus zu haben, denn seit März hat diese Produktion mehr als 950.000 Streams erreicht. Und auch der erste eigene Song des Nachwuchs-Künstlers „This Ain't What You Wanted“ wurde schonüber 50.000 Mal angehört. Den Plattendeal beim Hamburger Dance Music Label Unltd Recordings hat Merlin damit bereits in der Tasche.

Video: © Merlin Janowsky

Natürlich kommt ein Erfolg nicht einfach so daher, denn in der Elektro-Szene herrscht bekannterweise viel Konkurrenz. Der Bremer DJ verrät uns, dass viele Faktoren eine Rolle spielen. Sicher kommt es darauf an, wie viel Disziplin und Übung man in seine Musik steckt: „Ich habe Zuhause auf  dem Piano fast ununterbrochen stumpf Tonleitern und Skalen geübt“, verrät er uns. Man muss aktiv werden, wenn man sich etwas aufbauen will, „sich berieseln lassen funktioniert in der Kreativbranche leider nicht“. Die richtigen Kontakte, ein knackiges Image und etwas Glück können schon viel ausmachen. Bei Merlin zum Beispiel lag das Zauberer-Image quasi auf der Hand: „Meine Freunde haben gesagt, dass es ein Segen ist, dass ich Merlin heiße! Ich bin eben der Zauberer“ lacht er, „aber nicht im kindischen Sinne, sondern magisch auf professionellem Niveau“. Magische Elemente will Merlin auch in seinen Live-Shows integrieren, die er hoffentlich dieses Jahr antreten kann.

„Ach, du willst was mit Musik machen?“ - Von skeptischen Blicken zur geteilten Leidenschaft

Welcher kreative Kopf kennt es nicht – die skeptischen Blicke der Bekannten, die belächelnden Bemerkungen von Freunden und Familie („und was kannst du später damit machen?“). Auf seinem kreativen Weg hat auch Merlin viele solcher Kommentare gehört, denn manche Leute konnten nicht verstehen, dass Passion auch zum Beruf werden kann; dass Passion sogar für den Beruf unvermeidlich ist.  

Ab einem bestimmten Punkt hat Merlin einfach angefangen, negative Bemerkungen zu ignorieren und dem Ruf der Kreativität zu folgen.

„Schulen wie die Deutsche POP können einem den Weg bereiten. Die Dozenten gehen fokussiert auf jeden Studenten ein und helfen bei der individuellen Entwicklung“ 

Nach einigen Recherchen hat Merlin den perfekten Studiengang an der Deutschen POP gefunden: Ein Jahr lang absolvierte der Bremer DJ das Diplom Music Designer. Für ihn war die Atmosphäre der Deutschen POP plötzlich wie eine andere Welt:

„Das erste Mal in meinem Leben habe ich so viele Leute kennengelernt, die meine Leidenschaft für Musik teilen und motiviert sind, etwas damit anzufangen“.

Für Merlin´s kreative Entfaltung hat die POP also eine ideale Umgebung geboten. Im Interview lobt er mehrfach die Netzwerk-Möglichkeiten – nicht nur die Studenten, sondern auch die Dozenten sind jederzeit bereit, zu networken und Tipps zu geben. Durch seinen damaligen Dozenten hat der junge Musiker zum Beispiel seinen heutigen Manager kennengelernt. 

Yesterday is history, today is a gift, tomorrow…Tomorrowland!

Zurzeit arbeitet Merlin noch im kleinen Team, doch für die Zukunft hat der energetische Newcomer große Pläne. Er arbeitet bereits an seinen nächsten vier Songs; in einigen singt er sogar selbst, was auch für ihn einen neuen Schritt bedeutet: „Es ist so wichtig, dass man musikalisch breit aufgestellt ist!“

Im neuen Jahr will Merlin auf Tour gehen, an seinem Image arbeiten und Song für Song seine Reichweite erhöhen. Hierbei ist ihm erst mal nicht wichtig, direkt eine riesen Fanbase aufzubauen. Er hat einfach Freude daran, wenn Leute seine Musik feiern - egal, wie viele es sind. Sein Management will außerdem versuchen, ihn an ein größeres Label zu vermitteln. Fakt ist, dass Merlin weiterhin viel Arbeit in seine Musik stecken wird, denn am liebsten würde er irgendwann mal auf dem Tomorrowland Festival auftreten. Wir wünschen Merlin natürlich, dass dieser Traum eines Tages wahr wird und freuen uns auf seine neuen Projekte!

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