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NFTs - Der aktuelle Kunstmarkt

In unserer Artikel-Reihe über NFT-Kunst erforschen wir gemeinsam die Bedeutung des Trends für die Kreativbranche. Dieses Mal schauen wir auf die bekanntesten NFTs, Innovationen und den ein oder anderen fragwürdigen Fall, um euch eine Übersicht des aktuellen Marktes zu geben. Ihr werdet schnell sehen: Nicht alles ist Kunst.

1. Die teuersten NFTs

Ein Grund, warum NFTs populär sind, sind die schockierenden Preise, die hinter einigen Kunstwerken stehen. Bühne frei für: The Merge von Pak. Hierbei handelt es sich um eine Kollektion von verschiedengroßen Kreisen, die für insgesamt 91.8 Millionen Dollar verkauft wurde. Somit ist dies nicht nur das teuerste NFT-Kunstwerk, sondern auch das am teuersten, öffentlich verkaufte Kunstwerk eines lebenden Künstlers. Zum Kunstwerk!

Platz zwei der teuersten NFTs geht an Everydays: The First 5.000 Days von Beeple. Dieses Kunstwerk ist nicht nur populär, sondern auch aufwändig, da es aus 5.000 Einzelwerken besteht, die als Mosaik angeordnet wurden. Mit einem Verkaufswert von satten 69.3 Millionen Dollar steht fest: Auch Beeple hat ausgesorgt. Hier könnt ihr euch das bis jetzt zweitteuerste NFT-Kunstwerk ansehen, das je verkauft wurde. 

2. Bekannte NFTs

Immer noch teuer, doch längst nicht so unbezahlbar: Die Bored Apes und die Cryptopunks. Beschäftigt man sich ein bisschen mit NFTs, kommt man um Beiträge zu diesen Kollektionen nicht herum. Die beiden Sammlungen umfassen jeweils 10.000 einzigartige Charaktere.

Hinter den Bored Apes steht außerdem exklusiver Zugang zum (digitalen) Bored Ape Yacht Club, der mit Vorteilen kommt wie Zugang zum kollaborativen Graffiti Board. Original wurden die Affen durch BAYC alle für denselben Preis verkauft, werden aber nun von den aktuellen Besitzern für unterschiedliche Werte weitergehandelt. Den Club könnt ihr hier besuchen.

Honorable Mention: Der erste Tweet der Welt. Twitter-Gründer Jack Dorsey´s erster Tweet “just setting up my twttr” wurde vor knapp einem Jahr für 2.9 Millionen Dollar verkauft. Der aktuelle Besitzer, der damals von der Wichtigkeit dieses NFT überzeugt war (er verglich es mit der Mona Lisa), bietet den Tweet nun wieder zum Verkauf an. Leider liegt das höchste Gebot aktuell bei "schlappen" 14.000 Dollar.

3. Klassiker werden zu NFTs

NFT-Kunst besteht nicht ausschließlich aus neuen Kunstwerken, zum Beispiel wurde auch die Nyan Cat als NFT verkauft. Das Kätzchen im Poptart gibt es schon seit 10 Jahren, in denen es sich als echte Internet-Ikone etabliert hat. Beim Verkauf hat die kultige Animation ihrem Erfinder (wir möchten fast sagen gerechtfertigte) 600.000 Dollar eingebracht. Natürlich gibt es auch jede Menge Variationen, darunter eine Kollaboration mit Snoop Dogg, was uns zum nächsten Thema bringt... 

4. Stars wollen auch ein Stück vom Kuchen

Snoop Dogg ist dafür bekannt, für jeden Spaß zu haben zu sein. Seine Abenteuer reichen von Kochshows und Moderationen über Wrestling, allerlei Werbespots bis zu unzähligen Gastauftritten...die Liste ist lang. Keine Überraschung also, dass er auch die Finger von NFTs nicht lassen kann. Seine 10.000er-Avatar-Reihe, die “Doggies” sind nur ein Beispiel seiner Exkursion auf dem digitalen Kunstmarkt. Der günstigste Gangster steht aktuell für 365 Dollar zum Verkauf – das geht ja noch. Interesse? Hier könnt ihr die Doggies begutachten. Auch andere Stars sind auf den Zug aufgesprungen, unter anderem Quentin Tarantino, Tony Hawk und Tenacious D.

5. Ist das Kunst oder kann das weg?

Wir haben die Basics abgedeckt, kommen wir nun zu den absurderen NFTs. Wie schon festgestellt: eigentlich kann alles ein NFT werden, aber das heißt nicht, dass es das auch muss. 

Das Unternehmen Look Labs aus Berlin hat im letzten Jahr das erste digitale Parfum der Welt entwickelt. Hierbei handelt es sich um ein NFT-Kunstwerk, das vom physischen Duft "Cyber Eau de Parfum" inspiriert ist. Mit Spektroskopie wurden die Wellenlängen der Duftbestandteile extrahiert und ins Kunstwerk eingebunden. Klingt futuristisch und kompliziert, wie das Resultat aussieht könnt ihr hier nachsehen. 

Dicht dahinter steht der Toilettenpapier-Hersteller Charmin, der auf Rarible eine Kollektion von digitaler Kunst angeboten hat, die vom stillen Örtchen inspiriert ist. Einerseits lässt sich über die Seriosität des Projektes streiten, da die Firma ihre Kreation mit einem Augenzwinkern als "NFTP" bewirbt (TP=Toilettenpapier); andererseits werden alle Einkünfte einem guten Zweck gespendet.

Zu guter Letzt etwas für unsere vierbeinigen Freunde: 2021 wurde der Non-Fungible Twig zum Verkauf angeboten; ein Stock, der in New York aufgelesen und digitalisiert wurde. Der Käufer erhält sowohl Original als auch NFT-Version des "Sammlerstücks für kunstliebende Hunde". Ob es sich um einen sarkastischen Kommentar zur Kunstwelt oder eine exklusive Errungenschaft handelt; den meisten Hunden ist es wahrscheinlich egal, ob sie mit einem 1.200 Dollar Stöckchen oder einem ranzigen Tennisball spielen. Schaut es euch an und urteilt selbst!  

6. Zum Schluss - Innovative NFTs

Als erste Band überhaupt haben Kings of Leon ihr Album "When You See Yourself" als NFT-Reihe "NFT Yourself" released. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Versionen, die entweder ein spezielles Album-Paket, lebenslange Front-Row-Sitze bei Liveshows oder exklusive, audiovisuelle Kunst beinhalten. Eine solche Aktion ist nicht nur vielversprechend für den digitalen Kunstmarkt, sondern auch für die Entwicklung der Musikbranche. Schaut euch hier die Reihe an!

 

Im letzten Teil unserer Artikel-Reihe zum Thema NFTs werden wir einen Blick darauf werfen, was NFTs für die Zukunft der Kreativwelt bedeuten, wie sie sich gegenseitig beeinflussen, und wie ihr die NFT-Technologie vielleicht für eure Projekte nutzen könnt. Ihr braucht noch die Basics? Dann könnt ihr hier den ersten Artikel aus unserer Reihe lesen. 

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